Ahauser Schlosskonzerte

Auch die kommende Saison bietet ein abwechslungsreiches Programm. Zusammengestellt mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft und musikalischem Sachverstand vom künstlerischen Leiter der Konzertreihe, Norbert van der Linde.

Wichtige Informationen

Die Saison 2020/2021 kann wegen der Coronasituation nur mit Einschränkungen stattfinden. Ausschließlich unter Einhaltung der behördlichen Abstands- und Hygieneauflagen können die Konzerte durchgeführt werden. Aus diesem Grund stehen den Besucher*innen wesentlich weniger Sitzplätze im Fürstensaal zur Verfügung. Abonnements werden deshalb in dieser Saison erstmalig nicht angeboten. Für die neue Saison werden also nur Einzelkarten verkauft.


Alle Maßnahmen für die Konzertabende werden zum Schutz für die Besucher*innen und des Organisationsteams der Kulturabteilung des Kreises Borken durchgeführt.
Alle Besucher*innen müssen die Verhaltensregeln am Konzertabend akzeptieren, die Hygienevorschriften beachten und einhalten. 

Die aktuellen Bestimmungen werden den Besucher*innen jeweils zu den einzelnen Konzerten zur Verfügung gestellt.


Programmübersicht

27. September 2020, 19.30 Uhr

Christoph SoldanSchlesische Kammersolisten

Christoph Soldan - Klavier

Darius Zboch - Violine

Jakub Lysik - Violine

Joroslaw Marzec - Viola 

Katarzyna Biedrowska - Violoncello 

Krzysztof Korzen - Kontrabass 

Beethoven und Cross-over Musik in einem Konzert – eine Herausforderung für alle Puristen und Musikkritiker, aber hoffentlich ein Genuss für alle, die einfach gerne musikalische Highlights genießen und wissen, dass gute Musik in vielen Stilepochen und Genres komponiert wurde und wird.

Ludwig van Beethoven selbst hat ja unzählige „Hits“ geschrieben und das vierte Klavierkonzert gehört da sicherlich in die erste Reihe. In der kongenialen Bearbeitung von Vinzenz Lachner für Klavier und Streichquintett kommt die kammermusikalisch-dialogische Anlage des Konzertes besonders zur Geltung.

  Im zweiten Teil des Konzertes dürfen Sie dann die großartigen Arrangements des Vollblutmusikers Darius Zboch genießen, der als Primarius der Schlesischen Kammersolisten ganz unprätentiös und frei von Dünkel und Berührungsängsten bekannte Melodien verschiedenster Herkunft höchst wirkungsvoll für eine der „klassischsten“ Formationen der Musik bearbeitet hat: für das Streichquintett. 

Erfreuen Sie sich nach der tristen Corona-Krise an der bunten Vielfalt der Musik. 

Programm:

 Ludwig van. Beethoven:         Klavierkonzert Nr. 4 G- Dur op. 58 in der Fassung für Klavier solo und Streichquintett (Bearbeitung: Vinzenz Lachner)

Darius Zboch: Arrangements zu jüdischen Melodien und zu bekannten Liedern aus Volksmusik, Musical und Pop

 

 

6. Dezember 2020, 19.30 Uhr

Heidrun Holtmann - Klavier

 

Im Beethoven-Jahr kommt man natürlich nicht an den Klaviersonaten dieses großen deutschen Komponisten vorbei. Dabei ist das dritte Schlosskonzert dieser Saison Teil der Idee, alle 32 Beethoven-Sonaten an verschiedenen Orten des Münsterlandes von einer Künstlerin aus dem Münsterland erklingen zu lassen. Für dieses lokale Großprojekt kam natürlich nur die renommierte, in Berlin lebende, aber im Münsterland geborene Pianistin Heidrun Holtmann in Betracht, diese Meisterin der hochdifferenzierten Klanggestaltung, die mit ihren durchdachten Interpretationen und ihrer makellosen Technik seit vielen Jahren die Fachwelt begeistert.

Mit der späten Sonate op. 111 steht dabei in Ahaus eine der gewichtigsten Kompositionen des Beethovenschen Spätwerks auf dem Programm, aber auch die anderen Sonaten dieses Abends lohnen bereits jede für sich das Kommen.

Beethoven selbst war ja bekanntermaßen in die Asbecker Stiftsdame Therese von Zandt verliebt und mit diesem Beethovenprojekt haben die Münsterländer*innen (und natürlich alle anderen auch) die großartige Möglichkeit, sich wieder neu in Beethovens Musik zu verlieben.

 

Programm:

Ludwig van Beethoven: Leichte Sonate g-Moll op. 49 Nr. 1 

                                   Sonate D-Dur op. 28 „Pastorale“ 

                                   Sonate G-Dur op. 14 Nr. 2 

                                   Sonate c-Moll op. 111

17. Januar 2021, 19.30 Uhr

ensemble 4.1

Thomas Hoppe - Klavier
Jörg Schneider - Oboe
Alexander Glücksmann - Klarinette
Sebastian Schindler - Horn
Christoph Knitt - Fagott

Den fünf Herren – vier Bläser und ein Pianist (= 4.1) – merkt man bei ihren Bühnenauftritten an, wie viel Spaß klassische Musik machen kann. Ihre Mischung aus Leichtigkeit und Konzentration und ihr geradezu magisches Zusammenspiel begeistern das Publikum weltweit. Ihrem legeren Auftreten und ihrer entspannten Souveränität verdanken die Fünf auch ihren von der Fachpresse verliehenen Ehrentitel: „Die Easy Rider der Klassik“.

Ihr durchschlagender Erfolg mutet insofern überraschend an, als sich diese „Easy Rider“ weitab vom Mainstream bewegen und in einer besonders vernachlässigten Gattung reüssieren: dem Bläserquartett plus Klavier. Man wird nach diesem Konzertabend kaum verstehen, warum diese Gattung im Konzertbetrieb ein solches Mauerblümchendasein fristet, denn an den vorliegenden Kompositionen für diese Formation kann es nicht liegen.
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts wunderbaren Quintett wird in Ahaus dabei eines der Hauptwerke für diese Besetzung ebenso zu hören sein wie das unglaublich klangschöne Quintett des wohl nur Fachleuten bekannten Heinrich von Herzogenberg oder das innovative, wirkungsstarke Stück „Jerusalem Mix“ von Avnor Dorman.

Kommen Sie doch einfach mit auf die musikalische Road-Tour dieser Easy Rider der Musik, die schon jetzt Kultstatus genießen.


Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:  Quintett Es-Dur KV 452
Avnor Dorman:                    Jerusalem Mix
Heinrich von Herzogenberg:  Quintett Es-Dur op.

 

 

7. Februar 2021, 19.30 Uhr

Notos Quartett

Sindri Lederer - Violine
Andrea Burger - Viola
Philip Graham - Violoncello
Antonia Köster - Klavier

 

Wenn man von Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, als derzeit „bestes Klavierquartett“ geadelt und vom Fono-Forum als „das herausragende Kammermusikensemble der Gegenwart“ bezeichnet wird und wenn Zubin Mehta schwärmt: „The Notos Quartet is a fantastic ensemble“, dann hat man in der Welt der Klassik die bestmöglichen Referenzen.

Mal sanft und mal stürmisch soll „Notos“, der Südwind Griechenlands, sein, der dem Ensemble als Namensgeber dient, und genau das ist es auch, was das Publikum neben der überwältigenden technischen Perfektion bei diesem Quartett so begeistert: die große Leidenschaft und die außerordentliche Sensibilität beim Ausloten des musikalischen Ausdrucks.

Mit Mozarts und Brahms´ Klavierquartetten hat das Notos Quartett für Ahaus Werke ausgewählt, die in Faktur und Ausdruck sehr verschieden sind und so nicht nur die extraordinären musikalischen Fähigkeiten dieses Ensembles fordern, sondern auch einen höchst abwechslungsreichen und faszinierenden Konzertabend versprechen. Ergänzt wird dies durch ein Stück mit Seltenheitswert: Kammermusik des großen Sinfonikers Gustav Mahler. Erhalten ist leider nur ein Satz aus seinem Klavierquartett, aber der hat es in sich…


Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:  Klavierquartett in g-Moll KV 478
Gustav Mahler:    Klavierquartettsatz in a-Moll
Johannes Brahms:    Klavierquartett in A-Dur op. 26

 

 

28. Februar 2021, 19.30 Uhr

Sjaella

Viola Blache - Sopran
Franziska Eberhardt - Sopran
Marie Fenske - Sopran
Marie Charlotte Seidel - Mezzosopran
Felicitas Erben - Alt
Helene Erben - Alt

 

Es sollte der Abschluss der vergangenen Saison werden und nun – Covid19 geschuldet – streicheln die sechs Damen von Sjaella eben ein Jahr später mit ihren wunderschönen Stimmen unsere Seele. Und nichts andere bedeutet das aus dem Skandinavischen stammende Wort „Sjaella“ ja auch: „Seele“
Wenn man den lupenreinen A cappella Klängen dieses 2005 gegründeten Leipziger Ensembles lauscht, werden wirklich alle Saiten der Seele zum Klingen gebracht. Quer durch alle Epochen und Stilrichtungen fasziniert Sjaella, belegt vom begeisterten Publikum, herausragenden CD-Produktionen, der euphorischen Presse und den zahlreichen Preisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und nicht zuletzt durch Konzerte mit einem Weltstar wie Bobby McFerrin, die jüngst im Gewandhaus stattfanden.
Homogen und individuell, leicht und kernig, präzise und frei – dieser Facettenreichtum ist es, der den Klang von Sjaella ausmacht.
Auch in Ahaus erwartet uns ein kontrastreiches Programm, in dem die Sängerinnen die Grenzen zwischen den Genres gekonnt zerfließen lassen und atemberaubende sechsstimmige Klänge erzeugen.

Lauschen Sie – frei nach Goethe – den musikalischen „Bekenntnissen der schönen Seele(n)“!

 

Programm:

One Charming Night

Skandinavische und deutsche Volkslieder und Kompositionen von John Dowland, Henry Purcell, Hans Lang, Stevie Wonder und anderen

14. März 2021, 19.30 Uhr

INGENIUM Ensemble

Blanka Čakš - Sopran
Petra Frece - Mezzo-Sopran
Blaž Strmole - Tenor
Domen Anžlovar - Tenor
Matjaž Strmole - Bariton
Ambrož Rener - Bass

Den Abschluss der Saison bildet dieses Mal ausnahmsweise ein siebtes Saisonkonzert und dies wiederum mit A-cappella-Gesang - beide Besonderheiten sind ebenfalls dem Corona-Virus geschuldet.
Der besondere Reiz dieser durch höhere Gewalt evozierten „Doppelung“ liegt aber vielleicht genau im Vergleich der stimmlichen und programmspezifischen Unterschieden und Ähnlichkeiten zwischen dem Frauenensemble Sjaella – dem sechsten Saisonkonzert – und dem gemischtstimmigen INGENIUM Ensemble des letzten Konzertabends dieser Saison.
 
Das INGENIUM Ensemble ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und hat bei Voces8, Singer Pur und den King´s Singers „gelernt“. Bei diesen Referenzen – waren doch Singer Pur, Voces8 und die King’s Singers allesamt in den letzten Jahren bereits umjubelte Gäste bei den Ahauser Schlosskonzerten – darf man sich auf das Programm „Leben und Lieben“ dieses jungen Weltklasse-Vokalensembles freuen.

Lassen Sie sich also das große Saisonfinale nicht entgehen!


Programm:

„Leben und Lieben“ – Weltliche Vokalmusik vom Madrigal bis zum Popsong

Slowenische und deutsche Volkslieder und Kompositionen von Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso, George Gershwin, Randy Newman, Paul McCartney, Billy Joel und anderen


Preise und Information

Erwachsene: 15,00 Euro
Schüler/Studenten: 7,50 Euro

Die Eintrittskarten müssen jeweils bis spätestens eine Woche vor dem Konzert erworben werden. Die bestellten Karten werden nur auf Rechnung zugeschickt und sind von der Rückgabe ausgeschlossen.
An den Konzertabenden gibt es keine Abendkasse.


Die Plätze sind nummeriert. Garderobengebühr und Abendprogramm sind im Eintrittspreis enthalten.

 

Die Konzerte finden im Fürstensaal von Schloss Ahaus, Sümmermannplatz 1, D-48683 Ahaus statt. Konzertbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr an einem Sonntag.

Kartenbestellung:

kult Westmünsterland
Kreis Borken / Fachabteilung Kultur
Kirchplatz 14
48691 Vreden

Tel. 02861 / 681 4282 oder per E-Mail an t.wigger@kreis-borken.de