Ahauser Schlosskonzerte

Auch die kommende Saison bietet ein abwechslungsreiches Programm. Zusammengestellt mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft und musikalischem Sachverstand vom künstlerischen Leiter der Konzertreihe, Norbert van der Linde.

Wichtige Informationen

Ob es während der aktuellen Saison 2022-2023 bei  der Durchführung der Konzerte zu Einschränkungen wegen des Coronainfektionsgeschehens kommen wird, ist derzeit ungewiss. Sollte im Laufe der Saison eine  Reduktion der Kapazitäten vorgeschrieben werden, erhalten Besucher:innen den Vorzug, die ihre Tickets bereits erworben haben. Sollte es coronabedingt zu Änderungen in der Konzertplanung kommen, informieren wir Ticketinhaber:innen schnellstmöglich.

Alle Maßnahmen für die Konzertabende werden zum Schutz für die Besucher:innen und des Organisationsteams der Kulturabteilung  des Kreises Borken durchgeführt. Alle Besucher:innen müssen die Verhaltensregeln am Konzertabend akzeptieren und die Hygienevorschriften beachten und einhalten. Die aktuellen Bestimmungen werden den Besucher*innen jeweils zu den einzelnen Konzerten zur Verfügung gestellt.


Programmübersicht

15. Januar 2023, 19.30 Uhr

ensemble 4.1

Nachholkonzert vom 17. Januar 2021. Eintrittskarten bleiben weiter gültig!

Thomas Hoppe - Klavier
Jörg Schneider - Oboe
Alexander Glücksmann - Klarinette
Sebastian Schindler - Horn
Christoph Knitt - Fagott

Den fünf Herren – vier Bläser und ein Pianist (= 4.1) – merkt man bei ihren Bühnenauftritten an, wie viel Spaß klassische Musik machen kann. Ihre Mischung aus Leichtigkeit und Konzentration und ihr geradezu magisches Zusammenspiel begeistern das Publikum weltweit. Ihrem legeren Auftreten und ihrer entspannten Souveränität verdanken die Fünf auch ihren von der Fachpresse verliehenen Ehrentitel: „Die Easy Rider der Klassik“.

Ihr durchschlagender Erfolg mutet insofern überraschend an, als sich diese „Easy Rider“ weitab vom Mainstream bewegen und in einer besonders vernachlässigten Gattung reüssieren: dem Bläserquartett plus Klavier. Man wird nach diesem Konzertabend kaum verstehen, warum diese Gattung im Konzertbetrieb ein solches Mauerblümchendasein fristet, denn an den vorliegenden Kompositionen für diese Formation kann es nicht liegen.
Mit Wolfgang Amadeus Mozarts wunderbaren Quintett wird in Ahaus dabei eines der Hauptwerke für diese Besetzung ebenso zu hören sein wie das unglaublich klangschöne Quintett des wohl nur Fachleuten bekannten Heinrich von Herzogenberg oder das innovative, wirkungsstarke Stück „Jerusalem Mix“ von Avnor Dorman.

Kommen Sie doch einfach mit auf die musikalische Road-Tour dieser Easy Rider der Musik, die schon jetzt Kultstatus genießen.

www.four-point-one.de


Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:  Quintett Es-Dur KV 452
Avnor Dorman:                    Jerusalem Mix
Heinrich von Herzogenberg:  Quintett Es-Dur op.

 

 

12. Februar 2023, 19.30 Uhr

László Fenyö – Cello & Julia Okruashvili - Klavier

Wenn „atemberaubende Technik und emotionale Ausdruckskraft“ auf „temperamentvolle und zupackende Klangsprache“ trifft, dann ist eine musikalische Sternstunde zu erwarten. Diese Zuschreibungen der Konzertagentur László Fenyös sind keine leeren Phrasen, sondern ließen sich noch durch Attribute ergänzen wie „unglaubliche Bühnenpräsenz“ und „eine fast schon aufreizende Souveränität“. All dies stellte Fenyö nämlich schon 2016 unter Beweis, als er vielumjubelt erstmals in Ahaus gastierte. Auf László Fenyö trifft der unter Musiker*innen wohlgemerkt voller Hochachtung verwendete Begriff „Rampensau“ wirklich einmal zu, aber nicht nur deshalb werden bei ihm die Konzerte zu besonderen Erlebnissen, bei denen die Musik jedes Mal aufs Neue entdeckt werden kann.

Dies gelingt ihm auch deshalb, weil er mit Julia Okruashvili eine Pianistin an seiner Seite hat, die nicht nur Preisträgerin der weltweit wichtigsten Kammermusikwettbewerbe ist, sondern durch ihre überragende Klangsensibilität eine geradezu ideale Ergänzung zu diesem Ausnahmecellisten darstellt.

Wie gut, dass die beiden dieses Mal Werke im Gepäck haben, bei denen sie ihre Qualitäten fast noch mehr ausspielen können als beim letzten Gastspiel: von der tief empfundenen Innigkeit der Bach-Choral-Bearbeitungen und einer späten Sonate Beethovens zu Schumanns phantastischen Erfindungsreichtum bis hin zum „nordischen Ton“ eines Edvard Grieg und der Melancholie eines Zoltan Kodály.

Ein aufregender Gang durch drei Jahrhunderte Musik!

www.juliaokruashvili.com
www.laszlofenyo.com

 

Programm:

Ludwig van Beethoven             Sonate für Cello und Klavier Nr. 4 in C-Dur, op. 102 Nr. 1
Zoltán Kodály                           Sonata op. 4
Robert Schumann                     Fantasiestücke, op. 73
Johann Sebastian Bach /          Drei Choralvorspiele
Zoltan Kodály
Edvard Grieg                            Sonate für Klavier und Violoncello in a-Moll, op. 36

19. März 2023, 19.30 Uhr

Frederic Jost - Bass-Bariton & Klara Hornig - Klavier

Was ist das Besondere am Klavierlied oder Kunstlied? Er überwältigt uns mit seiner fragilen Zartheit und Feinnervigkeit und mit der besonderen Verbindung, die Musik und Text hier eingehen. Nach einem Liederabend gehen wir als Zuhörer zumeist tief bewegt und verändert nach Hause und sinnen manchmal noch tagelang über die Texte nach - zumeist ja Gedichte, die wir vielleicht sogar schon vorher kannten -, und auch die Musik bekommt man kaum noch aus dem Kopf. Ein Liederabend erreicht die Zuhörer also im tiefsten Innern und wühlt uns vielleicht mehr auf als jede andere Musik.

Damit dies gelingt, bedarf es eines Sängers, der uns nicht mit der Belcanto-Opernwucht seiner Stimme zu überwältigen versucht, sondern dessen Stimme sich in den Dienst des Textes stellt und der auf der Bühne keine Gewese um sich macht. Ein solcher Sänger ist der hochdekorierte junge Bass-Bariton Frederic Jost  dessen schlanke tragende Stimme mit ihrem weichen, tenoralen Timbre geradezu ideal für das Lied ist. Mit seiner Klavierbegleiterin Klara Hornig, die ihr pianistisches Wirken ganz der Liedbegleitung gewidmet hat und widmet und als eine herausragende Spezialistin in diesem Genre gilt, hat er dabei einen besonderen Glücksgriff getan.

Wenn dann noch zum Abschluss der Schlosskonzertsaison so auserlesene Lieder von Schubert, Schumann und Ullmann gesungen werden, ist ein Abend mit diesen Wunderwerken der Innerlichkeit fast immer ergreifend, erschütternd und bewegend, aber eines nie: langweilig!

www.klarahornig.de
www.staatsoper-berlin.de


Programm:

Liederabend

 

Franz Schubert aus „Schwanengesang“ Nr. 1-7

Viktor Ullmann vier Lieder aus dem Schenkenbuch des Diwans

Robert Schumann Dichterliebe

 

 

 


Folgende Konzerte aus der Saison 2021/22 werden erst in der Saison 2023/24 nachgeholt:

Alle erworbenen Eintrittskarten behalten Gültigkeit.

13. Februar 2022, 19.30 Uhr

Fratres Trio
Fedor Rudin
- Violine
Hayrapet Arakelyan - Saxophon
Florian Noack - Klavier
--- Aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt ---

 

Es scheint ein Widerspruch in sich, eine Art Contradictio in Adjecto zu sein, wenn immer öfter von „junger Klassik“ oder - noch moderner - von „young classic“ die Rede ist. Klassische Musik - das hat doch nichts zu tun mit jugendlicher Frische, sondern sie ist langweilig, rückwärtsgewandt, verstaubt und nur etwas für ältere Leute.

Mit diesen Vorurteilen und Klischees räumen die Ahauser Schlosskonzerte immer wieder gerne auf, denn im Grunde ist die sogenannte Klassik „jung geblieben“, hat sich selbst immer wieder neu erfunden und gerade im Moment gibt es viele junge Ensembles, die der Klassik geradezu eine Frischzellenkur verschaffen. Ein Ensemble dieser Art ist das Fratres Trio. Zu den „klassischen Instrumenten“ wie dem Klavier und der Geige gesellt sich ein Instrument, das zumeist als reines Jazz-Instrument angesehen wird: das Saxophon.

Wenn sich dann international so hochdekorierte, aus drei verschiedenen Ländern stammende Künstler wie Fedor Rudin, Hayrapet Arakelyan, und Florian Noack zu „Fratres“, also zu (musikalischen) „Brüdern“ zusammenschließen und sich bei ihnen auch noch die beiden vermeintlichen Gegenpole Klassik und Jazz miteinander „verbrüdern“, dann entsteht ein neuer Typus von Trio: virtuos, spannend und explosiv.

Werden Sie doch am 13. Februar 2022 einfach Mitglied dieser besonderen musikalischen „Bruderschaft“ … und „Schwesternschaft“.

Programm: The Sound of the 20S

Werke von Darius Milhaud, Igor Strawinsky, Maurice Ravel, Fats Waller, George Gershwin und anderen


Preise und Information

Erwachsene: 15,00 Euro
Schüler/Studenten: 7,50 Euro

Die Eintrittskarten sollten möglichst vor dem Konzert erworben werden. Die bestellten Karten werden mit Rechnung zugeschickt und sind von der Rückgabe ausgeschlossen. Reservierungen sind möglich. Abholung und Bezahlung der Karten an der Abendkasse.


Die Plätze sind nummeriert. Garderobengebühr und Abendprogramm sind im Eintrittspreis enthalten.

 

Die Konzerte finden im Fürstensaal von Schloss Ahaus, Sümmermannplatz 1, D-48683 Ahaus statt. Konzertbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr an einem Sonntag.

Kartenbestellung:

kult Westmünsterland
Kreis Borken / Fachabteilung Kultur
Kirchplatz 14
48691 Vreden

Tel. 02861 / 681 4282 oder per E-Mail an t.wigger@kreis-borken.de