Veranstaltungen

Konzerte, Philosophisches Café oder grenzübergreifende Aktionen rund um die Berkel - wir präsentieren hier eine Auswahl von Veranstaltungen und wünschen viel Spaß!

Klicken Sie einfach auf die kleinen Pfeile rechts und erfahren Sie mehr über die vielfältigen Veranstaltungen.


03. November 2018, 09:00 - 13:00 Uhr: Fotoworkshop

Lebendige Portraits
Die Kunst der Fotografie ist mehr, als im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. Was ist zu beachten, um schöne Portraitaufnahmen zu arrangieren? Welche Fallstricke lassen sich vermeiden? Die Fotografin Birgit Röpke zeigt in einem Workshop. wie schon mit kleinen Tricks lebendige Aufnahmen fotografiert werden können.
Workshop für Erwachsne; Dauer: ca. 4 Std.
Teilnahmegebühr: 15,- EUR; Bitte bringen Sie eine eigene Kamera mit!
Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung bitte telefonisch unter 02564/9899100 bis zum 26.10.2018.

11. November 2018, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Bartholdy Quintett

Ulf Schneider – Violine
Anke Dill – Violine
Volker Jacobsen – Viola
Barbara Westphal – Viola
Gustav Rivinius – Violoncello

 

Üblicherweise laden Streichquartette einen Gast ein, um dann mit ihm als Streichquintett ein Konzert zu bestreiten. Feste Streichquintett-Formationen sind also die Ausnahme. Dieses zu ändern, haben sich die fünf großartigen Künstler des Bartholdy Quintetts, die sich bereits über viele Jahre kennen und inzwischen eines der wenigen festen und arrivierten Streichquintette bilden, auf die Fahne geschrieben. Die langjährige kammermusikalische Erfahrung der einzelnen Mitglieder fließt in die gemeinsame, kontinuierliche und intensive Arbeit ein und ermöglicht so Interpretationen größter Homogenität und Virtuosität.
Das Bartholdy-Quintett hat sich dabei insbesondere seltener gespielten Werken verschrieben. Zu diesen unbekannteren „Perlen“ der Streicherkammermusik gehört ganz sicher Alexander Zemlinskys zweisätziges d-Moll Streichquintett. Natürlich darf mit Felix Mendelssohn-Bartholdy auch der Namensgeber des Quintetts nicht fehlen und tatsächlich steht mit dem A-Dur Streichquintett eines seiner seltener gespielten Quintette, von denen er insgesamt sechs komponierte, auf dem Programm. Und wer gesellt sich idealerweise zum „Mozart des 19. Jahrhunderts“, um ein Bonmot Robert Schumanns zu Mendelsohn aufzugreifen?  Mozart höchstselbst!

Freuen Sie sich also auf eine gelungene Mischung aus Bekannterem und Unbekannterem und vor allen Dingen auf fünf wunderbar musizierende Künstler von Weltruf.

Norbert van der Linde

 

Programm:

Alexander Zemlinksy: Zwei Sätze für Streichquintett d-Moll
Wolfgang Amadeus Mozart:  Quintett c-Moll für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello, KV 406
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Quintett Nr. 1 A-Dur für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello, op. 18

 

 

 

15. November 2018, 19:00 Uhr: Vortrag

"Ewiger Friede und gerechter Krieg in der politischen Philosophie der Neuzeit" von Ludwig Siep
Krieg als Ausübung von Gewalt gegen Menschen und Sachen ist zweifellos ein großes Übel. "Frieden" als Zustand der Gewaltlosigkeit kann aber extreme Unterdrückung und Verletzung elementarer Rechte bedeuten. Auch christliche Philosophen seit Augustinus denken daher über die Gründe gerechtfertigter Gewalt gegen Tyrannen und Eroberer nach ("bellum justum"). Heute sind Abrüstung, Krisenprävention aber auch Abwehr von Gewalt internationale Aufgaben auf dem Weg zu gerechtem Frieden.
Professor Dr. Ludwig Siep ist seit 1986 an der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster als Professor für Philosophie. 2011 wurde er emeritiert. Er arbeitet jedoch weiterhin als Senior Professor  im Excellenzcluster Religion und Politik.
Eintritt frei.

20. November 2018, 19:00 Uhr: Vortrag

"Versöhnung und Friedenserhalt über den Kriegsgräbern" von Veronika Seggewiß
Ihr Vater fiel kurz nach ihrer Geburt an der Ostfront. Jahrzehntelang erfuhr die Familie nichts über seinen Verbleib. Mit Hilfe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gelang es Veronika Seggewiß schließlich im Jahre 2000, das Grab ihres Vater zu finden. Der Volksbund engagiert sich dafür, über alle Grenzen hinweg durch ein gemeinsames und aktives Gedenken dere Opfer den Prozess der Versöhnung zu unterstützen und Verständigung und Frieden zu sichern.
Veronika Seggewiß wurde 1943 in Rhede geboren. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Das Schicksal ihrer Familie veranlasste sie, sich beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu engagieren.
Eintritt frei.

9. Dezember 2018, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

CONCERT ROYAL, Köln

Karla Schröter – Barockoboe / Leitung
Gábor Hegyi –  Barocktrompete
Ulricht Ehret – Barockoboe
Filine Precht – Traversflöte
Christine Moran – Violine
Michael Hochreither – Violoncello
Willi Kronenberg – Orgelpositiv


Eine Orgel im Ahauser Fürstensaal? Das ist ein Novum und bringt eine bislang „unerhörte“ Klangfarbe in den Raum. Dabei passt das Ensemble CONCERT ROYAL nicht nur vom Namen her geradezu ideal in dieses fürstbischöfliche Ambiente, sondern auch besonders gut in die Saison 2018-2019. Schließlich sind die Barockmusik und die historisch informierte Aufführungspraxis in Ahaus nicht nur in dieser Saison, sondern in den letzten Jahren insgesamt etwas unterrepräsentiert – und das in einem Barockschloss! Um dieses Defizit ein wenig auszugleichen, konnten Karla Schröter und ihr Spezialistenensemble und damit einmal mehr ECHO-Preisträger für unsere Schlosskonzerte gewonnen werden.
Das Ensemble widmet sich besonders der Aufführung von Bläsermusik unbekannter Komponisten des 18. Jahrhunderts und dies mit dem originalen Instrumentarium. Diese oftmals zu Unrecht vergessene Musik etwa eines Johann Georg Linike kombiniert das Ensemble in Ahaus geschickt mit Werken derjenigen, die – nicht ganz zu Unrecht – als die Großen ihrer Zeit in die Musikgeschichte eingegangen sind: Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi.
Karla Schröter bringt dabei durch ihre unterhaltsamen Konzertmoderationen ihre jeweiligen Neuentdeckungen und die Besonderheiten des Instrumentariums dem Publikum höchst anschaulich nahe.

Schließen möchte ich hier ganz barock: Carpe diem oder besser noch Carpe vesperum! Besuchen Sie dieses außergewöhnliche Konzert und atmen sie an diesem Abend etwas ein vom musikalischen Geist und kulturellen Flair der Entstehungszeit des Ahauser Schlosses.


Norbert van der Linde


Programm:

Werke von Telemann, Fasch, Bach, Linike, Vivaldi, Albinoni u.a.

15. Januar 2019, 19:00 Uhr: Vortrag

"Vor 35 Jahren: Friedensbewegung wie nie im Münsterland" von Winfried Nachtwei
Auch im Münsterland standen Abertausende Menschen gegen die geplante Stationierung von US-Atomraketen auf. Der Geschichtslehrer Winfried Nachtwei aus Münster war voll dabei. Der langjährige Bundestagsabgeordnete berichtet über die Hoch-Zeit der Friedensbewegung: ihre vielfältigen Aktionen, ihre Wirkungen, Gegner und Konflikte. Und wie es mit der Firedensbewegung nach der Raketenstationierung weiterging.
Winfried Nachtwei engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für Friedens- und Sicherheitspolitik, unter anderem von 1994 bis 2009 als Mitglied im Deutschen Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen.
Eintritt frei. 

27. Januar 2019, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Ebonit Saxophonquartett

Vitaly Vatulya – Sopransaxophon
Dineke Nauta – Altsaxophon
Johannes Pfeuffer – Tenorsaxophon
Paulina Marta Kulesza – Baritonsaxophon

     
Monsieur Adolphe Sax wäre wohl glücklich! Mehr als eineinhalb Jahrhunderte nach seiner Erfindung, dem Saxophon, spielen junge Musikerinnen und Musiker auf Saxophonen in einer vollendeten Balance, als wären sie ein Streichquartett. Populär wurde das Saxophon durch den Jazz, aber das Ebonit Saxophonquartett scheint eine neue Ära im klassischen Spiel mit diesen Instrumenten zu eröffnen. Puristen mögen freilich die Nase rümpfen über Bearbeitungen originaler Streichquartettwerke für vier Saxophone, doch fraglos erhalten diese Werke dadurch ein neues und aufregendes Gewand. Inzwischen mausern sich die Saxophonquartette so fast zu Konkurrenten für die etablierten Streichquartette. Natürlich gibt es mittlerweile auch eine relativ große Anzahl von Originalwerken für das Saxophonquartett oder aber anspruchsvolle und ansprechende Bearbeitungen bekannter Musikstücke aller Art.
Das Ebonit Saxophonquartett ragt dabei nicht nur deshalb aus der Garde der immer neu aus dem Boden sprießenden Saxophonensembles heraus, weil es die wichtigen Wettbewerbe in diesem Genre gewinnen konnte. Die jungen Amsterdamer sind vielmehr ein besonders inspiriertes und inspirierendes Ensemble, das der Kammermusikwelt durch kreative Programme und eindrucksvolle Interpretationen eine ganz persönliche Note verleiht.

Den eingefleischten Streichquartettfreunden sei gesagt: Kommen Sie gerne zu den Ebonits! Sie werden nichts vermissen! Alle anderen werden ohnehin begeistert sein!

Norbert van der Linde

 

Programm:
 
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett in C-Dur, KV 157 („Mailänder Quartett“)
Alexander Glazunov: Saxophonquartett, op. 109
Jean Francaix: Petit Quatuor
Jean Rivier: Grave et Presto
Samuel Barber: Adagio for Strings
Astor Piazzolla: Suite del Angel / Introduccion al Angel / Milonga del Angel / Muerto del Angel

 

 

 

24. Februar 2019, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Orion Streichtrio

Soyoung Yoon – Violine
Veit Hertenstein – Viola
Benjamin Gregor-Smith – Violoncello


Drei Sterne gleicher Größe und in ähnlichem Abstand bilden den Oriongürtel und tatsächlich greifen die drei Musiker des Orion Streichtrios in gewisser Weise musikalisch nach den Sternen. Schließlich gilt das Streichtrio als besonders heikle Kammermusikgattung, da die drei Spieler buchstäblich alle Hände voll zu tun haben, die Vollstimmigkeit des Streichquartettsatzes zu suggerieren. Es müssen also drei leuchtende musikalische Sterne sein, die sich an dieses extrem fordernde Genre wagen und die dann noch mit einem besonders hell leuchtenden Stern am Komponistenhimmel, mit Wolfgang Amadeus Mozart, beginnen – Mozart, dessen Musik so schrecklich schwer zu spielen ist und dabei doch so leicht klingen soll. 
Die treuen Besucher unserer Konzerte ahnen es: Wenn Soyoung Yoon ein Streichtrio gründet, wird das gelingen, denn dann schaut sie sich bei den Besten um, und mit Veit Hertenstein und Benjamin Gregor-Smith hat sie zwei der Besten gefunden. Sie selbst gehört zu den phänomenalsten Geigerinnen, die jemals in Ahaus aufgetreten sind, hat sie doch vor einigen Jahren das Publikum im Fürstensaal mit einer Mischung aus Staunen und Ehrfurcht zurückgelassen. Daher erfolgt hiermit – in anderer Konstellation – eine bereits länger geplante Wiedereinladung.

Freuen Sie sich also auf ein Wiedersehen, freuen Sie sich auf ein selten zu hörendes, aber ungeheuer reizvolles Genre, und genießen Sie dieses Ausnahmeensemble!

Norbert van der Linde
 

 

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento Es-Dur für Violine, Viola und Violoncello, KV 563
Franz Schubert: Trio B-Dur für Violine, Viola und Violoncello, D 581
Zoltán Kodály: Intermezzo für Streichtrio (1905)
Ernst von Dohnányi: Serenade für Streichtrio, op. 10