Krise(n)

Partizipatives Ausstellungsprojekt


26. August 2021 bis 30. Januar 2022

 

Das Bewusstsein für Krisen ist aktuell allgegenwärtig. Zwischen Lockdown, Maskenpflicht und „Social Distancing“ haben wir alle ein neues Gefühl dafür bekommen, wie „Krisen“ unseren Alltag und vielleicht sogar unser ganzes Leben in neue Richtungen lenken können.

Die Corona-Pandemie ist das eine – in aller Munde, viel diskutiert, analysiert und auch kritisiert.

Das kult nimmt dieses neue Krisenbewusstsein in der Bevölkerung zum Anlass, ein interaktives Kulturprojekt zu starten und bittet die Menschen im Münsterland um ihre Beteiligung.

Was wir uns vorstellen?
Wir möchten die verschiedensten Krisen, die Menschen in ihrem Leben durchmachen/bewältigen – in der Kindheit, in der Jugend, beim Älterwerden, auf der Arbeit, ganz privat … -, abbilden. Das heißt, es geht einerseits um die „großen“ – teils internationalen – Krisen, seien es Kriege, Schneekatastrophen, die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl oder Fukushima, der 11. September 2001 oder die Flüchtlingskrise seit 2015 mit ihren Folgen, aber andererseits auch um die vielleicht kleinen, ganz persönlichen, privaten Krisenmomente: wie der Verlust eines Arbeitsplatzes, Beziehungsprobleme oder der Tod geliebter Personen oder eines Haustieres. Dabei soll es nicht darum gehen, diese Krisen miteinander in Vergleich zu setzen oder sie zu bewerten, sondern um die ganz individuellen Reaktionen auf Krisenerlebnisse. Das Krisenerlebnis und der Umgang mit diesem, das ist die Emotion des Menschen und wir bitten Sie, uns an dieser Emotion teilhaben zu lassen.


Um ein solch ungewöhnliches Projekt umsetzen zu können, braucht das kult die Mithilfe der Menschen im Kreis Borken. Daher ruft es zur Teilnahme auf: „Werden Sie ein Teil unseres Krisenprojekts, indem Sie Gegenstände, Dokumente, Fotos einreichen“, sagt kult-Mitarbeiter Gregor Greve, der die Idee für dieses Projekt hatte. Genauso wichtig wie die Objekte selbst ist die Geschichte dahinter. Daher ist es genauso möglich, auch ohne Gegenstand und nur mit der Erinnerung an ein Erlebnis teilzunehmen. Auch Möglichkeiten der Video- oder Audio-Aufnahme sind geplant, um die Menschen hinter den Geschichten in die Ausstellung aufzunehmen, sofern sich die Geschichtenerzählerinnen und –erzähler dazu bereiterklären. „Tja, und wenn uns die Menschen nicht an ihren Krisen teilhaben lassen möchten, dann haben wir die Krise,“ sagt Corinna Endlich, Leiterin des kult scherzhaft. Dieses Vorhaben, das ebenso auf das Mitmachen setzt wie zum Beispiel die Weihnachtsausstellung, soll ein neuer Ansatz sein, die Bevölkerung frühzeitig in Projekte einzubeziehen; nicht erst als „Kulturkonsument“ eines Angebots, sondern schon als aktiver Teil in der Entstehungsgeschichte.

 

Was müssen Sie tun?
Wenn Sie einen Gegenstand aus Krisenzeiten haben oder uns eine Geschichte erzählen möchten, besteht per E-Mail unter kult@kreis-borken.de oder telefonisch unter 02861/681 1415 die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Selbstverständlich steht das kult auch für Rückfragen zur Verfügung.