Veranstaltungen

Konzerte, Philosophisches Café oder grenzübergreifende Aktionen rund um die Berkel - wir präsentieren hier eine Auswahl von Veranstaltungen und wünschen viel Spaß!

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15. Januar 2019, 19:00 Uhr: Vortrag

"Vor 35 Jahren: Friedensbewegung wie nie im Münsterland" von Winfried Nachtwei
Auch im Münsterland standen Abertausende Menschen gegen die geplante Stationierung von US-Atomraketen auf. Der Geschichtslehrer Winfried Nachtwei aus Münster war voll dabei. Der langjährige Bundestagsabgeordnete berichtet über die Hoch-Zeit der Friedensbewegung: ihre vielfältigen Aktionen, ihre Wirkungen, Gegner und Konflikte. Und wie es mit der Firedensbewegung nach der Raketenstationierung weiterging.
Winfried Nachtwei engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für Friedens- und Sicherheitspolitik, unter anderem von 1994 bis 2009 als Mitglied im Deutschen Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen.
Eintritt frei. 

27. Januar 2019, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Ebonit Saxophonquartett

Vitaly Vatulya – Sopransaxophon
Dineke Nauta – Altsaxophon
Johannes Pfeuffer – Tenorsaxophon
Paulina Marta Kulesza – Baritonsaxophon

     
Monsieur Adolphe Sax wäre wohl glücklich! Mehr als eineinhalb Jahrhunderte nach seiner Erfindung, dem Saxophon, spielen junge Musikerinnen und Musiker auf Saxophonen in einer vollendeten Balance, als wären sie ein Streichquartett. Populär wurde das Saxophon durch den Jazz, aber das Ebonit Saxophonquartett scheint eine neue Ära im klassischen Spiel mit diesen Instrumenten zu eröffnen. Puristen mögen freilich die Nase rümpfen über Bearbeitungen originaler Streichquartettwerke für vier Saxophone, doch fraglos erhalten diese Werke dadurch ein neues und aufregendes Gewand. Inzwischen mausern sich die Saxophonquartette so fast zu Konkurrenten für die etablierten Streichquartette. Natürlich gibt es mittlerweile auch eine relativ große Anzahl von Originalwerken für das Saxophonquartett oder aber anspruchsvolle und ansprechende Bearbeitungen bekannter Musikstücke aller Art.
Das Ebonit Saxophonquartett ragt dabei nicht nur deshalb aus der Garde der immer neu aus dem Boden sprießenden Saxophonensembles heraus, weil es die wichtigen Wettbewerbe in diesem Genre gewinnen konnte. Die jungen Amsterdamer sind vielmehr ein besonders inspiriertes und inspirierendes Ensemble, das der Kammermusikwelt durch kreative Programme und eindrucksvolle Interpretationen eine ganz persönliche Note verleiht.

Den eingefleischten Streichquartettfreunden sei gesagt: Kommen Sie gerne zu den Ebonits! Sie werden nichts vermissen! Alle anderen werden ohnehin begeistert sein!

Norbert van der Linde

 

Programm:
 
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett in C-Dur, KV 157 („Mailänder Quartett“)
Alexander Glazunov: Saxophonquartett, op. 109
Jean Francaix: Petit Quatuor
Jean Rivier: Grave et Presto
Samuel Barber: Adagio for Strings
Astor Piazzolla: Suite del Angel / Introduccion al Angel / Milonga del Angel / Muerto del Angel

 

 

 

21. Februar 2019, 18:00 Uhr: Vortrag

"Der unsterbliche Fuchs: Dietsches Tierepos" von Richard Philipp Pooth

Der Fuchs ist in Fabeln zu jeder Zeit ein prominenter Protagonist.
Auch im Tierepos „Vanden von Reynaerde“ aus dem 14. Jahrhundert spielt er eine zentrale Rolle. Die in Versen verfasste Fabel ist ein eindrückliches Literaturdenkmal der dietschen Sprache. Richard Pooth aus Bocholt hat den Tierepos ins Deutsche übersetzt und interpretiert. In seinem Vortrag behandelt er den ersten Teil dieser mittelalterlichen Verse.
In einer Verbindung aus Vortrag und Lesung geht Pooth über die literarischen Grenzen dieses Tierepos hinaus und greift weitere Literaturdenkmäler der dietschen Sprache auf. Er zeigt auf, dass unsere heimatlichen Dialekte auf die allgemeine dietsche Volkssprache zurückgehen.

Die Originalhandschrift befindet sich seit 1991 in der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Der Eintritt ist frei!

 

23. Februar 2019, 11:30 Uhr: Vortrag

"Politische Partizipation von Frauen in Westfalen während der Weimarer Republik" von Dr. Julia Paulus

Am 19. Januar 1919 konnten erstmals Frauen und Männer nach dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht im Deutschen Reich und damit auch in Westfalen und im Westmünsterland wählen. Damit wurde die lang erstrebte volle Beteiligung der Frauen am politischen Leben ermöglicht. Rund 82,3 Prozent der wahlberechtigten Frauen gingen wählen. Von 1931 bis 1932 war die Lehrerin Helene Drießen aus Bocholt für den Wahlkreis Westfalen- Nord im deutschen Reichstag vertreten. Obwohl die Zahl der weiblichen Abgeordneten in der Weimarer Zeit eher rückläufig war, konnten die wenigen Parlamentarierinnen doch wichtige Rechtspositionen der Frauen durchsetzen, z. B. das Mutterschutzgesetz (1927).

Dr. Julia Paulus ist wissenschaftliche Referentin am LWL-Institut für Regionalgeschichte und Lehrbeauftragte an der WWU Münster. Ihre Arbeitsschwerpunkt sind die Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie die Sozial- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes und dem Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten statt.
Der Eintritt ist frei!

24. Februar 2019, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Orion Streichtrio

Soyoung Yoon – Violine
Veit Hertenstein – Viola
Benjamin Gregor-Smith – Violoncello


Drei Sterne gleicher Größe und in ähnlichem Abstand bilden den Oriongürtel und tatsächlich greifen die drei Musiker des Orion Streichtrios in gewisser Weise musikalisch nach den Sternen. Schließlich gilt das Streichtrio als besonders heikle Kammermusikgattung, da die drei Spieler buchstäblich alle Hände voll zu tun haben, die Vollstimmigkeit des Streichquartettsatzes zu suggerieren. Es müssen also drei leuchtende musikalische Sterne sein, die sich an dieses extrem fordernde Genre wagen und die dann noch mit einem besonders hell leuchtenden Stern am Komponistenhimmel, mit Wolfgang Amadeus Mozart, beginnen – Mozart, dessen Musik so schrecklich schwer zu spielen ist und dabei doch so leicht klingen soll. 
Die treuen Besucher unserer Konzerte ahnen es: Wenn Soyoung Yoon ein Streichtrio gründet, wird das gelingen, denn dann schaut sie sich bei den Besten um, und mit Veit Hertenstein und Benjamin Gregor-Smith hat sie zwei der Besten gefunden. Sie selbst gehört zu den phänomenalsten Geigerinnen, die jemals in Ahaus aufgetreten sind, hat sie doch vor einigen Jahren das Publikum im Fürstensaal mit einer Mischung aus Staunen und Ehrfurcht zurückgelassen. Daher erfolgt hiermit – in anderer Konstellation – eine bereits länger geplante Wiedereinladung.

Freuen Sie sich also auf ein Wiedersehen, freuen Sie sich auf ein selten zu hörendes, aber ungeheuer reizvolles Genre, und genießen Sie dieses Ausnahmeensemble!

Norbert van der Linde
 

 

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento Es-Dur für Violine, Viola und Violoncello, KV 563
Franz Schubert: Trio B-Dur für Violine, Viola und Violoncello, D 581
Zoltán Kodály: Intermezzo für Streichtrio (1905)
Ernst von Dohnányi: Serenade für Streichtrio, op. 10

 

 

08. März 2019, 19:30 Uhr: Buchpräsentation

„Kein Schutz – nirgends: Frauen und Kinder auf der Flucht“ von Maria von Welser
Ort: Öffentliche Bücherei St. Georg Vreden

21. März 2019, 19:00 Uhr: Vortrag

"Eine Lafette für die Kanone! Die Rekonstruktion Schritt für Schritt dargestellt" von Hans Christian Lässig M.A., Campus-Galli

Zu den imposanten Stücken der Museumssammlung gehört zweifelsohne auch eine Kanone aus dem 15. Jahrhundert. Doch was ihr seit Jahren fehlte, war ein passender „Unterbau“ – erst die Lafette macht aus dem Kanonenrohr ein Stabringgeschütz und vermittelt so komplett einen authentischen Eindruck vom ursprünglichen Nutzen und Funktion.
Mit den Akteuren der Klosterstadt Campus Galli hat das kult wahre Kenner für die historische Rekonstruktion gefunden. Der Prähistoriker Hans Christian Lässig hat lange recherchiert und gemeinsam mit einem Schmied die Bestandteile aus Metall in Handarbeit hergestellt. Lebendig und anschaulich berichtet er über die Arbeiten und die Fertigung der neuen Lafette.
Der Eintritt ist frei!

24. März 2019, 19.30 Uhr, Ahauser Schlosskonzerte

Gewandhaus Brass Quintett

Lukas Beno – Trompete
Gábor Richter – Trompete
Jan Wessely – Horn
Tobias Hasselt – Posaune
David Cribb – Tuba

 

In einer Region wie dem Münsterland mit seinen hervorragenden Big Bands und Blasorchestern spielt die Blechblasmusik bekanntermaßen eine besondere Rolle. Da liegt es nahe, auch bei den Ahauser Schlosskonzerten wieder einmal ein Spitzenensemble der Blechblasmusik einzuladen und dazu gehört das Gewandhaus Brass Quintett fraglos. Es ist das jüngste von nur drei Kammermusik-Ensembles, das den Namen „Gewandhaus“ im Namen tragen darf (neben dem Orchester und den beiden Chören). Der Titel wird vom Gewandhauskapellmeister verliehen, der damit auch für die Qualität des Ensembles bürgt.
Die stilistische Bandbreite der Fünf – allesamt hoch prämierte Solo-Bläser des weltberühmten Gewandhaus-orchesters – erstreckt sich vom brillanten Barockklang über atemberaubende Rhythmen moderner Kompositionen bis hin zum jazzigen Groove. So zeigen sie auch in Ahaus mit ihrer Programmkonzeption nicht nur den Facettenreichtum ihrer Instrumente, sondern auch, wie breit sie als Musiker „aufgestellt sind“, um einen Ausdruck aus dem Ökonomenjargonzu bemühen.

Wo immer sie auftreten, begeistern die fünf Musiker die Zuhörer mit ihrem charmanten Auftreten ebenso wie mit musikalischem Drive und ungebremster Spielfreude. Vielleicht verirrt sich ja zum Abschluss der Konzertsaison 2018-2019 insbesondere der eine oder andere Freund gehobener Blechblasmusik in den Ahauser Fürstensaal…!

Norbert van der Linde


Programm:

Kevin McKee: Escape und Iron Horse
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge in d-moll und Contrapunctus IX aus „Kunst der Fuge“
Igor Stravinsky: Suite
Malcolm Arnold: Quintett       
Alexander Arutiunian: Armenian Scenes
Enrique Granados: Andaluza – Danza Espagñola n˚ 5  
Stephen Sondheim: Send In The Clowns        
Fats Waller: Ain`t Misbehavin`        
Traditional (Gillis): Just a closer walk

03. April 2019, 19:30 Uhr: Vortrag

"Indiana Jones und Terra X: Archäologie in Kino & TV" von Corinna Endlich M.A.
Ort: VHS Borken

09. April 2019, 19:00 Uhr: Vortrag

"Die Sixtuskasel. Ein Beispiel für die Restaurierung historischer Textilien" von Dipl.-Rest. Sabine Heitmeyer-Löns

Die Legende schreibt dieses Messgewand dem Heiligen Papst Sixtus II. zu. Er soll es an jenem Tag im 3. Jh. in Vreden zurückgelassen haben, als er am gleichen Tag das Hochamt in Rom hielt …
Was auch immer an Mythos und Wahrheit in dieser Überlieferung steckt – es hat nichts mit der Einzigartigkeit dieses Textils zu tun. Es ist eines der ältesten in der Form und Zuordnung erhaltenen Stoffe Nordeuropas. Es zeigt Einflüsse aus dem persischen Kulturraum. Und es ist in seiner Machart bei weitem nicht so unscheinbar, wie es in der Ausstellung wirkt.
Lange hat sich Frau Heitmeyer-Löns mit diesem außergewöhnlichen Stück beschäftigt. An diesem Beispiel erläutert sie restauratorische Raffinessen und die Kunst der Konservierung.
Der Eintritt ist frei!

10. Mai, 19:30 Uhr: Konzert Dreimann

Runden Drehen
Ort: Schloss Ahaus (Fürstensaal)

Dreimann wurde im Jahre 2008 gegründet und bestand zu Beginn tatsächlich aus drei Männern. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Besetzung. Jetzt besteht die Gruppe aus drei Männern und zwei Frauen.

Die Bandbreite der Musikstücke reicht von getragenen Balladen (Dorfschützenfest) über nachdenkliche Beobachtungen (Runden drehen) bis hin zu rockigen Stücken (Motorradlied) und bestimmten seelischen Gemütsverfassungen (Alles wird gut). Die Absurditäten des Lebens werden ironisch kommentiert (Beschissen wirst du überall) und Alltägliches wird thematisiert (Warten).
Blues und Reggae, Jazz und Improvisation, Anleihen an deutsche Liedermacher und das französische Chanson sind musikalische Bezugsgrößen der Band, die den unverwechselbaren künstlerischen Gesamteindruck der Gruppe dreimann prägen.

Runden drehen ist der Titel der 4. CD (2019) – mehr unter: www.stuwekunst.de.

Dieses Konzert findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „DUCKOMENTA – Ent-liche Grenzgeschichten“ statt.

Tickets: 15,- € / erm. 10,- €

19. Mai 2019, 10-17 Uhr: Internationaler Museumstag

„Zukunft lebendiger Traditionen!“

Am Internationalen Museumstag berichtet das kult über die Arbeit hinter den Kulissen!
In den Museen überall auf der Welt heißt es an diesem Tag: Museen – Zukunft der lebendigen Traditionen! Ein Jahresmotto wie extra für das kult gemacht!
Bei freiem Eintritt zeigen wir die Museumsarbeit vom traditionellen „Handwerk“ bis hin zur Virtual Reality Brille, von der Idee bis zur Umsetzung einer Ausstellung, vom Storytelling bis zur fiktiven Unterhaltung!