
Im kult Westmünsterland in Vreden befinden sich das Kreisarchiv Borken, das Stadtarchiv Vreden sowie eine landeskundliche Fachbibliothek – gemeinsam bilden sie ein lebendiges Zentrum für regionale Geschichte und Forschung. Die Archive bewahren wertvolle Dokumente, Urkunden, Fotos, Filme und digitale Medien aus mehreren Jahrhunderten und machen sie für interessierte Bürgerinnen und Bürger, Forschende sowie Bildungseinrichtungen zugänglich.
Die Fachbibliothek ergänzt dieses Angebot mit einer umfangreichen Sammlung historischer und regionaler Literatur. Ob für wissenschaftliche Recherchen, schulische Projekte oder persönliches Interesse – das kult bietet vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Westmünsterlands.
Die Archive im kult verstehen sich als zentrale Anlaufstelle für all jene, die Interesse an der Geschichte des westlichen Münsterlandes haben. Als „historisches Gedächtnis“ der Stadt Vreden und des Kreises Borken bewahren die Archive bedeutsame Originalquellen, die während der Öffnungszeiten in dem Benutzersaal im Erdgeschoss des kult zum Einsehen und Erforschen einladen.
Ein Teil der Archivalien ist in digitalisierter Form auch im Internet verfügbar. Vor Ort und online kann nach Material zu einem bestimmten historischen Thema in den Archivbeständen und der Fachbibliothek recherchiert werden.
Die Bibliothek im kult hält einen umfangreichen Material- und Buchbestand für die wissenschaftliche Erforschung der westmünsterländischen Geschichte und Landeskunde vor. Die ältesten Werke stammen aus dem 16. Jahrhundert, Neuerscheinungen werden ständig ergänzt. Aktuell zählt die Bibliothek rund 15.000 Titel aus den verschiedenen Teilgebieten zur Landeskunde des Westmünsterlandes.
Für die Benutzung stehen ein Gruppenarbeitsraum und ein Lesesaal mit Einzelarbeitsplätzen und Anschlüssen für Laptops u. ä. zur Verfügung. Für Menschen mit Einschränkungen gibt es hier höhenverstellbare Schreibtische.
Die Bedeutung von Geschichte lässt sich durch nichts besser vermitteln als durch die Arbeit am originalen, historischen Gegenstand. Durch das Original bekommt die vorher abstrakte Vergangenheit eine Handfestigkeit. Die Materialität des Originals macht seine Überlieferung „greifbar“ und damit bedeutsam. Deshalb hat es sich die Regionale Archivwerkstatt seit 2011 zur Aufgabe gemacht, basierend auf dem Qualitätstableau und unter Bezugnahme auf die Kernlehrpläne der unterschiedlichen Schulformen, Schulklassen verschiedener Altersstufen mit den Archivmodulen dazu einzuladen, ihr Klassenzimmer gegen das Archiv einzutauschen und an originalen Quellen zu forschen. Durch den thematischen Fokus auf die regionale Ebene kann es zudem gelingen, die Unterrichtsinhalte an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anzubinden und so einen besseren Zugang zu den Inhalten zu vermitteln.