Projektidee

Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgt der Kreis Borken gemeinsam mit der Stadt Vreden die Projektidee "kult – Kultur und lebendige Tradition Westmünsterland". Unter einem Dach sollen bisher nebeneinander geführte Einrichtungen, das Hamaland-Museum, das Landeskundliche Institut Westmünsterland sowie die historischen Teile des Kreisarchivs und des Archivs der Stadt Vreden zusammengeführt werden.

Dadurch entsteht eine kulturelle Bildungseinrichtung, die weit mehr bietet als die Summe ihrer ursprünglichen Bestandteile. Das "kult" soll maßgeblich dazu beitragen, die für die ländlich geprägte Region wesensmäßige und identitätsstiftende Klammer aus Ehrenamtlichkeit, Engagement und kulturellen bzw. kulturnahen Inhalten generationsübergreifend zu erhalten und weiterzutragen. Dass hierfür neue Konzepte und Sichtweisen, zeitgemäße und die nachwachsende Generation ansprechende Angebots- und Bildungsformate erforderlich sind, ist eine der zentralen Herausforderungen, der nur auf regionaler Ebene nachhaltig Rechnung getragen werden kann.

Mit dem "kult" entsteht ein Knotenpunkt, der das kulturelle Gesamtprofil der Region stärkt und die Identität mit der Region fördert. Geleitet wird diese Idee von dem Gedanken der kulturellen Bildung, einem Ansatz zur Förderung neuer Lernprozesse in der Wahrnehmung von Kultur. Im Zuge dessen soll der Öffentlichkeit das kulturelle Erbe der Region in besonderer Qualität und Attraktivität angeboten werden. Fachleute aus Wissenschaft, Kulturvermittlung und Präsentation werden künftig Ausstellungen, Führungen, Projekte, Lernmodule für Schulen und Publikationen gemeinsam erarbeiten und sich dabei auf die verschiedenen Nutzergruppen von Jung bis Alt einstellen.

Der neue Knotenpunkt soll Kultureinrichtungen und Initiativen beiderseits der Grenze dabei unterstützen, ihr Profil und ihre Angebote zu schärfen sowie gemeinsame Ansätze in der Vermarktung zu entwickeln. Archive, Museen und andere Kultureinrichtungen und Initiativen sollen sich mithilfe des "kult" zu außerschulischen Lernorten entwickeln können. Gleichzeitig schafft das Zentrum Transparenz über die vielfältigen kulturellen Bildungsangebote in der Region und ihre inhaltlichen Bezüge untereinander.

Mit der Projektidee Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland strebt der Kreis Borken u.a. folgende Ziele an:

  • Schlüsselkompetenzen wie Persönlichkeitsentwicklung, soziale, kommunikative und kreative Fähigkeiten sowie ganzheitliches Lernen werden gefördert. Dies ermöglicht Wissen um gesellschaftliche Rahmenbedingungen und das Demokratieverständnis und stärkt eine aktive Bürgerschaft.
  • Möglichst viele Menschen sollen sich mit unserer Region identifizieren, die Kulturgeschichte der Region kennen und sich mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzen. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler, junge Familien, ältere Menschen und bisher wenig erreichte Gruppen werden neue und optimierte Zugänge zu diesen Themenstellungen geschaffen.
  • Die vielfältigen – oftmals ehrenamtlich geführten – Kultureinrichtungen und Initiativen in unserer ländlich geprägten Region werden dabei unterstützt, sich zukunftssicher aufzustellen.